14. Forum Caritas München
Referent: Prälat Dr. theol. Peter Neher
Präsident des Deutschen Caritasverbandes
Dr. theol. Peter Neher, geb. 1955 in Pfronten/Allgäu, wurde 2003 zum Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes gewählt. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann und einem Studium der Katholischen Theologie sowie der Pädagogik arbeitete er als Klinikseelsorger und Gemeindepfarrer. Außerdem war er in der Priesteraus- und Fortbildung tätig, ist ausgebildeter Supervisor und leitete vor seinem Amtsantritt von 2000 bis 2003 den Caritasverband für die Diözese Augsburg. Seit 1. Januar 2007 ist er auch Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.
Präsident des Deutschen Caritasverbandes
Dr. theol. Peter Neher, geb. 1955 in Pfronten/Allgäu, wurde 2003 zum Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes gewählt. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann und einem Studium der Katholischen Theologie sowie der Pädagogik arbeitete er als Klinikseelsorger und Gemeindepfarrer. Außerdem war er in der Priesteraus- und Fortbildung tätig, ist ausgebildeter Supervisor und leitete vor seinem Amtsantritt von 2000 bis 2003 den Caritasverband für die Diözese Augsburg. Seit 1. Januar 2007 ist er auch Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.
Thema
„Demografischer Wandel: Herausforderung für die Wohlfahrtspflege“ (Thesen)
Der demografische Wandel ist eine Tatsache, mit der unsere Gesellschaft um-gehen muss und den sie zu gestalten hat. Der demografische Wandel ist jedoch nicht eine Tatsache, die einfach für die Zukunft als bedrohlich hinzunehmen ist. So müssen einerseits für junge Menschen und Familien Lebensbedingungen geschaffen werden, die sie ermutigen und es ihnen ermöglichen, Kinder zu bekommen und diese gut zu erziehen. Andererseits sind aber auch die Chancen einer älter werdenden Bevölkerung zu erkennen und ihr Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung aufzugreifen. Im ersten Teil des Vortrages werden Folgen des demografischen Wandels für das Leben im Alter sowie für jüngere Menschen dargestellt. Unter anderem wird der Begriff der älteren Bevölkerung differenziert. Denn im Alter kann zwischen einzelnen Altersgenerationen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen unterschieden werden. Es werden Veränderungen der Familienstrukturen erläutert, die Auswirkungen für das Zusammenleben der Generationen haben.
Der zweite Teil steht unter dem Anspruch, theologisch-ethische Kriterien zu benennen und zu ergründen, die für den gesellschaftlichen und sozialpolitischen Umgang sowie für die verbandliche Caritas als Wohlfahrtverband im Blick auf den demografischen Wandel gelten. Dies sind neben der Generationen- und Befähigungsgerechtigkeit auch die Kriterien der selbst bestimmtem Teilhabe, der Solidarität und Subsidiarität.
Im dritten Teil wird aufgezeigt, welche Herausforderungen und Fragen sich für die freie Wohlfahrtspflege in verschiedenen Arbeitsfeldern geben. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf die Felder Gesundheit und Pflege, Kinder und Familien sowie ehrenamtliches/freiwilliges Engagement. Es wird dargestellt, wie die Wohlfahrtspflege bzw. Caritas mit diesen Themen vor dem Hintergrund der ethischen Kriterien in ihren Diensten und Einrichtungen und in ihrem sozialpolitischen und zivilgesellschaftlichen Engagement umgeht und welche Strategien sie für die Zukunft entwickelt. Dabei sollen auch offene Fragen, Konflikte und noch nicht gelöste Probleme angesprochen und diskutiert werden.
Im vierten Teil wird das Verhältnis zwischen der Selbstverantwortung der älter werdenden Menschen und der gesellschaftlichen Verantwortung diskutiert. Davon ist auch die Kirche betroffen. Ihre Rolle soll dabei abschließend thematisiert werden. Als Fazit wird aufgezeigt, dass der demografische Wandel als Tatsache, Chance und Herausforderung alle gesellschaftlichen Ebenen und Akteure betrifft.
Der demografische Wandel ist eine Tatsache, mit der unsere Gesellschaft um-gehen muss und den sie zu gestalten hat. Der demografische Wandel ist jedoch nicht eine Tatsache, die einfach für die Zukunft als bedrohlich hinzunehmen ist. So müssen einerseits für junge Menschen und Familien Lebensbedingungen geschaffen werden, die sie ermutigen und es ihnen ermöglichen, Kinder zu bekommen und diese gut zu erziehen. Andererseits sind aber auch die Chancen einer älter werdenden Bevölkerung zu erkennen und ihr Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung aufzugreifen. Im ersten Teil des Vortrages werden Folgen des demografischen Wandels für das Leben im Alter sowie für jüngere Menschen dargestellt. Unter anderem wird der Begriff der älteren Bevölkerung differenziert. Denn im Alter kann zwischen einzelnen Altersgenerationen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen unterschieden werden. Es werden Veränderungen der Familienstrukturen erläutert, die Auswirkungen für das Zusammenleben der Generationen haben.
Der zweite Teil steht unter dem Anspruch, theologisch-ethische Kriterien zu benennen und zu ergründen, die für den gesellschaftlichen und sozialpolitischen Umgang sowie für die verbandliche Caritas als Wohlfahrtverband im Blick auf den demografischen Wandel gelten. Dies sind neben der Generationen- und Befähigungsgerechtigkeit auch die Kriterien der selbst bestimmtem Teilhabe, der Solidarität und Subsidiarität.
Im dritten Teil wird aufgezeigt, welche Herausforderungen und Fragen sich für die freie Wohlfahrtspflege in verschiedenen Arbeitsfeldern geben. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf die Felder Gesundheit und Pflege, Kinder und Familien sowie ehrenamtliches/freiwilliges Engagement. Es wird dargestellt, wie die Wohlfahrtspflege bzw. Caritas mit diesen Themen vor dem Hintergrund der ethischen Kriterien in ihren Diensten und Einrichtungen und in ihrem sozialpolitischen und zivilgesellschaftlichen Engagement umgeht und welche Strategien sie für die Zukunft entwickelt. Dabei sollen auch offene Fragen, Konflikte und noch nicht gelöste Probleme angesprochen und diskutiert werden.
Im vierten Teil wird das Verhältnis zwischen der Selbstverantwortung der älter werdenden Menschen und der gesellschaftlichen Verantwortung diskutiert. Davon ist auch die Kirche betroffen. Ihre Rolle soll dabei abschließend thematisiert werden. Als Fazit wird aufgezeigt, dass der demografische Wandel als Tatsache, Chance und Herausforderung alle gesellschaftlichen Ebenen und Akteure betrifft.


